Bundesrat stimmt Optionsmodell zu

25.06.2021

Der Bundesrat hat am 25.6.2021 der vom Bundestag im Mai 2021 beschlossene Modernisierung der Körperschaftsteuer zugestimmt. Das Gesetz bedurfte der Zustimmung der Länder, um wie geplant Anfang 2022 in Kraft treten zu können.

Personenhandelsgesellschaften und Partnerschaftsgesellschaften erhalten künftig die Möglichkeit, dieselben steuerlichen Regelungen in Anspruch zu nehmen wie Kapitalgesellschaften. Dies soll die internationale Wettbewerbsfähigkeit von mittelständischen Familienunternehmen in der Rechtsform der Kommanditgesellschaft oder einer offenen Handelsgesellschaft stärken.

Wettbewerbsfähigkeit stärken

Hintergrund ist, dass Personengesellschaften gewerbesteuerrechtlich als eigenständige Steuersubjekte behandelt werden, für Zwecke der Einkommensbesteuerung sind dies hingegen ausschließlich die an ihr unmittelbar oder mittelbar beteiligten natürlichen Personen oder Körperschaftsteuersubjekte. Dies könne im Einzelfall zu teils erheblichen Abweichungen bei Steuerbelastung und Bürokratieaufwand im Vergleich zu Kapitalgesellschaften führen, heißt es in der Gesetzesbegründung.

Globaleres Handeln

Das Gesetz erweitert den räumlichen Anwendungsbereich des Umwandlungsteuergesetzes über den Europäischen Wirtschaftsraum hinaus. Zudem soll es Unwuchten bei der steuerlichen Behandlung von Währungskursgewinnen und -verlusten bei Gesellschafterdarlehen beseitigen und den Bürokratieaufwand bei der steuerbilanziellen Nachverfolgung von organschaftlichen Mehr- und Minderabführungen verringern.

Nach Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten kann das Gesetz Anfang 2022 in Kraft treten.

Hinweis: Das neue Optionsmodell zur Körperschaftsteuer ist für Personenhandelsgesellschaften ein gelungener Ansatz, mit dem nun eine Thesaurierung möglich wird. Wie die Regelung in Ihrem Unternehmen umsetzbar ist, erklären wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch.

(Bundesrat /RES JURA Redaktionsbüro)