Unternehmen aufgepasst! Die steuerliche Forschungszulage kommt

11.07.2019

Zur Stärkung des Unternehmensstandorts Deutschland will die Bundesregierung eine steuerliche Forschungszulage einführen. Diese soll insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen einen Anreiz darstellen, vermehrt in Forschung und Entwicklung investieren, heißt es in dem von der Bundesregierung eingebrachten Gesetzentwurf.

Die geplante Forschungszulage soll nicht an der Bemessungsgrundlage der Einkünfteermittlung und auch nicht an der festzusetzenden Steuer ansetzen, sondern sie soll unabhängig von der jeweiligen Gewinnsituation bei allen Unternehmen gleichermaßen wirken, schreibt die Bundesregierung in dem Entwurf zum „Gesetz zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung“, das bereits am 1.1.2020 in Kraft treten soll.

Was wird gefördert?

Bei den Vorhaben, für die eine Förderung beantragt werden kann, muss es sich um Grundlagenforschung, angewandte Forschung oder experimentelle Entwicklung handeln. Als förderfähige Aufwendungen sollen die von dem Unternehmen gezahlten Löhne für Arbeitnehmer gelten, die mit dem Faktor 1,2 multipliziert werden sollen. Die Bemessungsgrundlage ist auf zwei Millionen Euro pro Berechtigten begrenzt. Die Höhe der Forschungszulage soll 25 % der Bemessungsgrundlage betragen. Laut Finanztableau wird von Kosten für die Forschungszulage in Höhe von 1,5 Milliarden Euro ab 2021 ausgegangen. Der Betrag soll bis 2024 auf 1,3 Milliarden Euro steigen.

Hinweis: Eine gute Nachricht für alle Unternehmen, die eigenes Personal für Forschung und Entwicklung beschäftigen, denn sie haben künftig einen Anspruch auf die steuerliche Forschungszulage. Beim Antrag, aber auch bei der späteren erforderlichen Dokumentation stehen wir Ihnen gerne zur Seite. Denn die Angaben müssen nachprüfbar sein und einer Revision standhalten. Das ist gerade bei Personalkosten kompliziert.

(Dt. Bundestag / RES JURA Redaktionsbüro)